Rabea geht auf die Reise!

Unsere Rabea Kalendria ist mit den Kranichen in den Süden gezogen. Das ganze Jahr über begleitet uns Rabea jetzt schon; wir helfen ihr, dass die Zeit nicht stehen bleibt, und reißen jeden Tag zuverlässig ein Kalenderblatt vom „Kalender der Zeit“ ab.

Papierkraniche

Dafür hat sie uns allerhand von den Besonderheiten erzählt, die die einzelnen Tage und Monate mit sich bringen. Zum Beispiel wissen wir jetzt, in welcher Zeit sich die Vögel verlieben (17. Januar bis 14. Februar),  kennen uns bestens mit Kräutern aus, weil sie uns mit Herbaria der Kräuterhexe bekannt gemacht hat, sie hat mit uns ein Ferien-Schätze-Museum eingerichtet und viel gesungen und gelacht. Aber im Herbst bekam sie plötzlich Reiselust – die rufenden Kraniche haben in ihr die Sehnsucht geweckt, und unsere Ferienschätze. Rabea war noch nie in den Ferien, und mit jedem Schatz ist ihr Wunsch nach diesem Erlebnis gewachsen. Die Kraniche haben ihr dann versprochen, sie mit in ihr Winterquartier nach Südspanien zu nehmen.

Der Abschied kam, und wir waren alle ganz schön traurig, so sehr wir uns auch für Rabea gefreut haben. Rabea ist aber nicht einfach so weg geflogen – sie hat uns einen Schatz da gelassen; viele Blumenzwiebeln, die im Frühjahr wenn sie wieder kommt erblühen werden; dazu hat sie uns ein Lied beigebracht:

„Rabea geht auf die Reise, ganz heimlich und ganz leise, Rabea geht auf die Reise und fliegt mit dem Kranich fort. Im Frühjahr wenn der Schatz erblüht, dann werden wir uns wiedersehn, im Frühjahr wenn der Schatz erblüht, dann ist sie wieder da.“

 

… und darauf freuen wir uns jetzt scPlakathon alle sehr! Sie hat uns auch noch einen „Rabea-Reise-Briefkasten“ geschenkt. Jeden Morgen seit ihrem Abflug haben wir in den Briefkasten geschaut, und wurden immer wieder überrascht; Rabea hat uns mit vielen Fotopostkarten an ihrer Reise teilhaben lassen; ihrem ersten Nachtflug, einem Nebelflug, der Begegnung mit einem Reh, den tanzenden Kranichen, der Flug über die Pyrenäen und schließlich die Ankunft in Südspanien bei den Korkeichen.

Rabea

Rabea liegt jetzt glücklich in ihrem Liegestuhl – den wir ihr mitgegeben haben – am Strand in Südspanien und verbringt dort den Winter. Und wir freuen uns auf die Zeit in der der Schatz erblüht, und wir uns alle wiedersehen. Das tolle an Rabeas Reise ist, dass wir jetzt ganz viel über den Glücksvogel Kranich wissen: Geschichten, Legenden, alles über ihre Lebensweise, wie groß und schwer sie sind, dass es bei den Kranichen Hennen und Hähne gibt, wozu die rote Kopfplatte da ist, dass sie trompeten und nicht singen, wie sie fliegen und schlafen, und was uns sehr beeindruckt
hat, war ihre Flügelspannweite! Kraniche sind toll!!!

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Und weil wir sie und die Rabea so super finden, haben wir dieses Jahr einen Kranich-Lichter-Vogelzug gemacht, mit Kranichgeschichten, einem Vogel-V-Lichterzug und einem Kranichtanz. Das Glück haben wir uns auch gegenseitig  geschenkt; denn wir sind uns sicher, dass der Kranichkönig, seine Frau Fabulus (die Geschichtenerzählerin mit den goldenen Federn – davon hat sie uns auch eine in den Briefkasten gelegt) und Rabea dafür sorgen, dass das Glück zu uns kommt! Bis bald Rabea – im Frühjahr wenn der Schatz erblüht, dann werden wir uns wiedersehen…
…und wir halten uns an unser Versprechen, auch weiterhin jeden Tag dafür zu sorgen, dass die Zeit nicht stehen bleibt!